Direkt zum Inhalt springen Zur Navigation
sbm moers - logo

Start | Kontakt | Presse | Impressum | Sitemap

Norina und Olivia stürmten durch Moers

sbm-Mitarbeiter hatten die Lage im Griff

Die beiden Damen, die Moers in dieser Woche einen Besuch abstatteten, waren keine netten Gäste. Norina und Olivia kamen, blieben nur wenige Minuten und hinterließen eine Spur der Verwüstung und für die Städtischen Betriebe Moers (sbm) jede Menge Arbeit. „Diese beiden Sturmtiefs waren wirklich gewaltig. Sie haben unseren Mitarbeitern viel abverlangt und sie zeigen lassen, dass wir gut aufgestellt sind", sagt sbm-Vorstand Simon Ulrich Goerge. Dabei wirkten die beiden Tiefs ganz unterschiedlich: „Norina" mit ihren starken Sturmböen richtete am Montag vor allem im Grünbereich starke Schäden an. „Olivia" dagegen brachte am Mittwochnachmittag Starkregen mit, der den Bereich Stadtentwässerung bis tief in die Nacht zu gestern forderte. Der Bereich Straßenreinigung ist durch die großen Laubmengen betroffen. „Wir arbeiten auf Hochtouren, um alle Schäden schnellst möglich zu beseitigen", warnt Goerge.

Die erste Bilanz von Harry Schneider, sbm-Fachmann für Baumpflege, ist ernüchternd: Rund 100 Bäume müssen die Männer im Stadtgebiet fällen, an mehr als 1000 Bäumen hat Norina außerdem Äste abgebrochen oder die Kronen beschädigt. „Und wir sprechen hier großteils von völlig gesunden Bäumen", sagt Schneider mit tiefem Bedauern. „Das Problem war die lange Trockenheit vor dem Sturm. Die Äste hatten keine Kraft, dem Stand zu halten. Dieser Sturm war für uns viel schlimmer als ,Kyrill' vor drei Jahren." Etwa bis Ende nächster Woche wird das sbm-Team nur damit beschäftigt sein, Gefahrenquellen zu beseitigen: „In vielen Bäumen hängen noch Äste, die man teilweise gar nicht sehen kann. Sie können bei der kleinsten Luftbewegung runter kommen. Das gilt vor allem für unsere Wälder", warnt Schneider, dessen Mannschaft nun alle Kraft darein legt, den Freizeitpark für das Ruhrtor-Festival am Wochenende herzurichten. „Die Nacharbeiten wie Kronenpflege werden wahrscheinlich noch zwei bis drei Monate dauern", erklärt der Fachmann. Wenn die Moerser Bürger Baumschäden in öffentlichen Grünanlagen oder an Straßenbäumen feststellen, können sie diese unter Telefon 8810-100 bei den Städtischen Betrieben melden.

Mit dem Auftritt von Sturmtief Olivia hatte der Bereich „Stadtentwässerung" jede Menge zu tun. Bis ein Uhr morgens waren die sbm-Mitarbeiter in der Nacht zu gestern im Einsatz. „So ein Starkregen, wie wir ihn am Mittwoch erlebt haben, kommt statistisch gesehen nur alle 20 Jahre vor. Ein stundenlanger Landregen kann uns nichts anhaben. Aber diese Wassermengen in so kurzer Zeit haben zum Teil zu einer Überlastung der Kanäle geführt", erklärt sbm-Fachmann Ulrich Brentrup. Die 45 Pumpstationen hatten alle einen so genannten Maximal-Alarm, die Regenrückhaltebecken waren voll. „Das Becken in Hülsdonk läuft vielleicht alle 20 Jahre mal voll - am Mittwoch sah es aus wie ein Schwimmbad", berichtet Brentrup.

Auch der Bereich Straßenreinigung hat seit den Stürmen besonders viel zu tun: Heruntergerissene Äste und jede Menge Laub lassen die Moerser Straßen derzeit aussehen wie im Herbst. Abteilungsleiter Ulrich Kempken: „Leider können wir mit unseren Kehrmaschinen nicht überall gleichzeitig reinigen. Wir werden das Laub aber im Rahmen der üblichen regelmäßigen Reinigung beseitigen."